Hast du dich schon mal gefragt, warum du im Wettkampf einbrichst, obwohl deine Beine eigentlich noch könnten? Warum sich Kilometer 30 im Marathon anfühlt wie das Ende der Welt, obwohl deine Trainingsdaten sagen, dass du fit bist? Eine aktuelle Studie aus der Fachzeitschrift Psychology of Sport and Exercise (2025) liefert jetzt die wissenschaftliche Antwort: Es ist nicht dein Körper, der aufgibt. Es ist dein Kopf.
Das unsichtbare Gewicht: Mentale Ermüdung Die Studie zeigt eindrücklich: Wenn unser Gehirn vor oder während des Sports „müde“ wird (z.B. durch Stress, Fokus oder negative Gedanken), steigt unsere subjektive Wahrnehmung der Anstrengung (RPE). Das bedeutet: Du läufst die gleiche Pace, trittst die gleichen Watt – aber es fühlt sich 20% härter an. Dein Gehirn gaukelt dir vor, dass du am Limit bist, um Energie zu sparen. Es zieht die Handbremse, obwohl im Tank noch 30-40% Reserve wären.
Der Schlüssel: Brain Endurance Training Die gute Nachricht aus der Wissenschaft: Genauso wie du deine Muskeln trainierst, kannst du deine Mentale Zähigkeit trainieren. Die Studie bestätigt, dass Athleten, die lernen, trotz mentaler Erschöpfung weiterzumachen, im Wettkampf signifikant leistungsfähiger sind.
3 Tipps, um die Handbremse zu lösen (Summitflow Strategie):
- Erkenne das Signal: Wenn der Schmerz kommt, sag dir: „Das ist nur eine Information meines Gehirns, kein Befehl zum Anhalten.“
- Positives Selbstgespräch: Ersetze „Ich kann nicht mehr“ aktiv durch „Ich bin stark, ich halte das Tempo“. Die Studie zeigt, dass dies die RPE sofort senken kann.
- Brain Endurance Training: Simuliere mentale Belastung im Training. Löse vor einem harten Intervalltraining eine kognitive Aufgabe (z.B. Sudoku oder Konzentrationsübungen). Lerne, Leistung zu bringen, auch wenn der Kopf schon müde ist.
Fazit Dein Körper kann mehr, als dein Kopf dir erlaubt. Wenn du lernst, die Signale der mentalen Ermüdung zu managen, aktivierst du die eiserne Reserve, die über Bestzeit oder DNF entscheidet.
Quelle: Psychology of Sport and Exercise (2025), DOI: 10.1016/j.psychsport.2025.00137
